Ein geheimes Ja am Strand von Achmelvich: Jess & Stus Elopement in Schottland

Bei Elopements treffe ich das Paar oft erst am Tag der Trauung selbst. Über E-Mails und Videoanrufe lernt man sich natürlich trotzdem kennen, aber das erste persönliche Treffen findet meist erst kurz vor der Zeremonie statt. Und obwohl das immer etwas Besonderes ist, war es bei Jess und Stu ein echtes Glück, dass ich sie gleich zweimal vorab in Achmelvich treffen konnte – um die besondere Atmosphäre dieses Ortes gemeinsam zu erleben, ihre Ideen zu hören und einfach ihre wachsende Vorfreude mit ihnen zu teilen.

In meinen Worten über die Ehe sprach ich von ihrer Beziehung als der perfekten Band – einer Partnerschaft, in der man zuhören, sich aufeinander einlassen und verstehen muss, wann man seinen Teil übernimmt und wann man dem anderen Raum gibt. Genau das tun sie bereits, wenn sie gemeinsam Songs schreiben und auftreten, und es war offensichtlich, dass sie ihr gemeinsames Leben mit derselben Harmonie gestalten. Teil der Zeremonie waren außerdem Zeilen aus All You Need Is Love von den Beatles – eine dieser einfachen Wahrheiten, die wie für die beiden geschrieben scheint.

Die Intimität des Tages wurde durch ein wunderschönes Handfasting-Ritual noch vertieft. Das Band dafür war von ihren Müttern liebevoll gefertigt worden – eine greifbare Verbindung zu der Familie, die an diesem Tag nicht persönlich dabei sein konnte. Als Jess und Stu ihre Hände verbanden und sich später ihre von Herzen kommenden Eheversprechen sowie die Ringe gaben, fühlte sich jeder Moment zutiefst persönlich und bedeutungsvoll an.

Eine der wenigen Mitwisserinnen dieses besonderen Geheimnisses zu sein, war für mich eine echte Ehre. Jess und Stu haben eine Hochzeit geschaffen, die durch und durch authentisch war: ein leises, bedeutungsvolles Versprechen an einem Ort, den sie lieben, gefolgt von einer lauten, fröhlichen Feier mit den Menschen, die ihnen am wichtigsten sind. Sie haben verstanden, dass es keine große Bühne braucht, damit sich etwas wirklich echt anfühlt. Es war eine absolute Freude, Teil ihres unglaublichen Plans zu sein, und ich bin sehr dankbar, dass sie diesen Moment mit mir geteilt haben. Und ich weiß schon jetzt, dass dieser kleine Fleck am Strand von Achmelvich – wo ihre gemeinsame Geschichte ein neues Kapitel begann – auch für mich immer einen ganz besonderen Platz im Herzen haben wird.

Absolut empfehlenswert! Monika hat unsere deutschsprachige Trauung in Edinburgh begleitet und wir waren restlos begeistert. Von der ersten Kommunikation via Mail, bis zur Hochzeit haben wir uns bei Monika super aufgehoben gefühlt.
Mit ihrer Traurede hat sie es geschafft, die perfekte Mischung aus lustigen Geschichten, kleinen Anekdoten und ganz vielen Emotionen aufzugreifen. Auch unsere Gäste haben nur lobende Worte für die Trauung gefunden, die perfekt auf uns und unsere Wünsche abgestimmt war.

Franziska & Joshua

Photos: Andy Gaines

Am großen Tag trafen wir uns auf dem Parkplatz, sammelten uns mit ihren Trauzeugen sowie dem wunderbaren Foto- und Videoteam und machten uns dann gemeinsam auf den Weg zu unserem Platz im Sand. Es war einer dieser typischen Hochlandtage, an denen das Wetter innerhalb weniger Minuten umschlagen kann. Wir hatten Glück und blieben trocken. Auch wenn der Himmel nicht jenes leuchtende Blau zeigte, das das Wasser hier beinahe karibisch wirken lässt, hatte der Strand seine ganz eigene, raue Schönheit. Ich weiß nur zu gut, dass hier am Ende immer die Elemente das letzte Wort haben – und genau diese wilde, ehrliche Kulisse passte perfekt zu den beiden.

Was diesen Tag aber wirklich einzigartig machte, war das wunderbare Geheimnis, in das ich eingeweiht wurde. Diese stille, innige Zeremonie an ihrem Lieblingsstrand war nur der erste Teil eines mutigen und unglaublich kreativen Plans. Jess und Stu, zwei talentierte und in der Yorker Musikszene sehr geschätzte Musiker, planten zu Hause eine große Hochzeitsfeier in einem Kino. Das Beste daran? Statt einer klassischen Zeremonie sollten ihre Gäste mit einem Überraschungsfilm dieses geheimen Elopements begrüßt werden – und erst dann erfahren, dass die beiden längst verheiratet waren. Ein Plan voller Herz, Kreativität und einer kleinen Prise Rock ’n’ Roll – absolut typisch für Jess und Stu.

Die Zeremonie, die ich für sie geschrieben habe, war von dem Thema durchzogen, das ihre gemeinsame Geschichte von Anfang an geprägt hat: die Musik. Sie brachte die beiden überhaupt erst zusammen – bei einem Konzert an Bonfire Night, über ein gemeinsames Mikrofon und ein Zwinkern. Ich habe mich sehr gefreut zu erfahren, dass genau dieser Van die lange Reise in den Norden mitgemacht hatte und an diesem Tag ganz in unserer Nähe stand – ein stiller Begleiter einer Geschichte, die dort ihren Anfang genommen hatte. Und dass ihr erster richtiger Online-Chat durch ein Foto inspiriert wurde, das Stu an Neil Youngs Album On The Beach erinnerte, gab unserem Ort am Meer noch einmal eine ganz besondere Bedeutung.

Copyright Monika Strell 2026